Taubblinden-Treffen

Am 14. Februar fand das Taubblindentreffen der SHG im Beratungsraum in der Hans-Grundig-Straße in Erfurt statt. Durch das schlechte Wetter im Monat Februar (Schnee/Eis) konnten viele Interessierte nicht zum Treffen kommen. Frau Sieland begrüßt alle Anwesenden und Herr Müller gab eine kurze Information. Dann wurde die Jahresversammlung mit der Rechenschaftslegung der SHG Taubblinde und Usher-Gehörlose in Thüringen durchgeführt. Frau Sieland wurde für weitere 2 Jahre als Leiterin der SHG, Alfons Rogge als Mithelfer und Marita Müller als Assistentin in der SHG Taubblinde Thüringen gewählt. Alle waren damit einverstanden. Vielen Dank für die gute Mitarbeit von Diana Ulrich, Jutta Herz und Martin Pfeßdorf. Einer Änderung der Bezeichnung unserer SHG Taubblinde, Usher-Syndrom, Hörsehbehinderte, Retinitis Pigmentosa, Grauer star, Makula- und verschiedene andere Augenkrankheiten. Frau Sieland informiert weiter über kurze Veranstaltungen für das 1. Taubblindentreffen in Radeberg und TBL-Freizeit in Willingen. Wir bedankten uns herzlich für gute Organisation bei den Assistentinnen und Küchenhelfern.

Taktiltreff in Mühlhausen

Das Taktiltreff findet 4-mal im jahr in Mühlhausen im Haus der "Begegnungen", Feldstraße 5 statt. Dieses Treffen ist wichtig für Kommunikationsaustausche für Lormen, um durch taktile Gebärdensprache taubblinden, hörsehbehinderten und hörgeschädigten Menschen zu helfen. Auch können sie lernen, zu kommunizieren. Die Lernstunde ist für alle kostenlos!

Liebe Vorstände und Interessanten des Landes Thüringen!

Wer möchte als Betroffener (taubblind, gehörlos, sehschwache mit Usher-Syndrom, hörsehbehindert, hörgeschädigt) oder als Hörender kommen?

Es ist sehr wichtig Begleitung mitzubringen.

Herr Schulz, Marita Müller und Torsten Weidel vom Landesverband der Gehörlosen e.V. Erfurt übernehmen Assistenz für taubblinde und hörsehgeschädigte Menschen. Kontaktservice an Fax: 0361-26289016, bitte anklicken Service!

Sie übernehmen freiwillig die Begleitung. Bitte melden Sie sich bei unserer Kontaktperson! Leiterin: Irmtraud Sieland, bitte anklicken Anschrift!

Fahrt nach Nordstemmen zum Schloss Marienburg

Am 25. Juli fuhren wir mit dem Zug nach Nordstemmen, um zum Schloss Marienburg zu wandern.

Der Wanderführer Martin Pfeßdorf erklärte uns die schöne Natur - wie in der Märchenwelt - der Weg ungefähr 55 Minuten auf den Berg. Das Wetter war wechselhaft. Die Wege waren schlammig. Es gab einige Probleme.

Da es im Wald keine Wegbarrieren gibt, mussten wir sehr vorsichtig laufen. Die Waldluft tat uns allen sehr gut.

Herr Jacobi aus Hannover überraschte unsere TBL-Gruppe, er hat uns Getränke und Imbiss angeboten. Die Schlossführung wurde von einem Gebärdendolmetscher durchgeführt.

Er berichtete von der Geschichte des Schlosses: Der blinde König Georg V. von Hannover schenkte das Grundstück und das noch zu erbauende Schloss seiner Königin Marie von Hannover im Jahre 1857 zum Geburtstag.

Schloss Marienburg wurde in den Jahren 1857 bis 1867 von dem Architekten Conrad Wilhelm Hase im neugotischen Stil erbaut.

Sein Schüler Edwin Oppler war anfangs hauptsächlich für den Innenausbau verantwortlich. Der Rittersaal ist heute im Rohzustand zu besichtigen, da er im Zuge der Annexion von 1866 nicht mehr fertig gestellt wurde. Die Räume des Schlosses sind mit betont kräftigen Farben bemalt - Decken blau mit Gold und Rot - die Möbel groß und robust, viele wertvolle Gemälde, Holzvertäfelungen usw. Wir konnten die Gegenstände z.B. Möbel, Wände, Türen und Fußboden tasten, somit konnten wir als Taubblinde alles bestimmen. Wertvolle Gegenstände stammen von Prinzessin Marie. Im Rittersaal standen Silbermöbel von Georg II. Wir besichtigen die Küche, da gibt es wertvolle Töpfe und Kannen aus Bronze.

Das Schloss war als Sommersitz gedacht. Das Märchenschloss mit vielen Türmen und einer Schlosskapelle ist auf einem Hügel erbaut worden.

Eigentümer des Schlosses ist der Student Prinz Ernst-August VI. Er ließ es im Jahr 2005 mit Zustimmung seines Vaters versteigern.

Mauritz von Reden ist seit 2003 Bevollmächtigter des Hauses Hannover und verwaltet das deutsche Eigentum. Er ist für das Schloss Marienburg zuständig.

Mittagessen nahmen wir im Schloss-Restaurant ein. Das Essen war ausgezeichnet. Die ehemaligen Pferdestallungen wurden im französischen Stil zu Restaurant- und Veranstaltungsräumen umgebaut. Wir fanden das Schloss sehr interessant und in einem guten Zustand.

Nach der Besichtigung traten wir die Heimreise an und bedankten uns beim Gebärdendolmetscher Herrn Schulz für die gute Übersetzung.

Selbsthilfetag in Heiligenstadt

Am 20. September fuhren wir mit einem Assistenten nach Heiligenstadt zu den Informationsständen. Das Wetter war herrlich. Wir hatten einen Stand mit dem Integrationsfachdienst Kyffhäuser.

Frau Sieland (selbst gehörlos und Usher Syndrom Typ1) sowie Lothar Herz (selbst Taubblind) von der SHG Taubblinde Thüringen waren bereit für die Vermittlung von Informationen über verschiedene Augenkrankheiten, Kommunikationshilfen und Hilfsmittel für Blindenschrift mit Braille. Für viele Menschen ist unvorstellbar, ohne Gehör und fast blind zu kommunizieren. Herr absolvierte eine Reha-Ausbildung für Computer-Braille, Punktschrift usw.

Die Sprache "Lormen" erfolgt über das Tastalphabet, bei jedem Buchstaben ein Punkt oder Zeichen auf der Handinnenfläche zugeordnet ist. So kann ein Gespräch, ähnlich wie beim Schreiben auf dem PC mit Ausgabedisplay, in die Hand getippt und übersetzt werden. Die Braille-Schrift ist auch für Sehende gar nicht so schwer - es war sehr interessant und leicht verständlich. Von Frau Sieland bekamen die Besucher Informationen über "Lormen" - Tastalphabet Handschuh. Wir möchten uns besonders bei den Helfern bedanken, die diesen Selbsthilfe-Tag gut organisiert haben. Ein besonders Dank gilt Herrn Schulz für die Kommunikationshilfe und die gute Zusammenarbeit.

Taktiltreff am 6. Oktober in Mühlhausen

Am 06. Oktober trafen wir uns im Haus der "Begegnungen" in Mühlhausen.

Frau Hübenthal und Frau Krebs vom Internationalen Bildungs- und Sozialwerk Leinefelde hielten einen Vortrag über das Thema "Wohn- und Therapiezentrum für Menschen mit Taubblindheit und Hörsehbehinderung", im Haus "Am Lunepark" in Leinefelde.

An der Wandtafel konnten wir das Leit-, Orientierungssystem und die Baustruktur sowie das Holzhaus mit Holzkästchen - Musterformen sehen.

Beim Kaffeetrinken hatten wir Zeit zum Plaudern. Eine junge Hörende bat um Kommunikationsaustausche für Lormen, Taktile Gebärdensprache, Gebärdensprache (1 m Abstand-Gebärdenraum) für Usher-Syndrom - sie wollte die Fingerbewegungen erlernen.

Wir bedankten uns bei Frau Hübenthal und Frau Krebs für den Vortrag und die gute Information.

Die Reha-Maßnahme von Lothar Herz in Hannover

Am 14.11.2009 trafen wir uns im LV-Beratungsraum in Erfurt.

Herr Herz hielt einen kurzen Vortrag über seine Reha-Maßnahme in  Hannover. Er bastelte selbst viele Sachen z.B. einen Korb, Spielzeug aus Holz usw.

Er lernte "Braille" die Blindenschrift, Computer mit Braille und viele Kommunikationshilfen kennen.

Das "Lormen", die Sprache der Taubblinden fiel ihm besonders schwer.

Hieronymus Lorm entwickelte diese Sprache. Dabei werden für jeden Buchstaben bestimmte Punkte auf der Hand berührt: leichtes Trommeln auf dem Handteller - R, die Spitze des Ringfingers antippen - O, einmal über alle vier Finger streichen - Y.

Herr Breitenstein aus Gotha, Ansprechpartner für Taubblinde (BSVT e.V.) gab uns kurze Information über das Blindengeldrecht. Wir sprachen über soziale Behinderten-Gesetze, Taubblindenrecht, Versorgung Menschen mit Doppelbehinderung "TBL" - wo sind die Gesetze im Freistaat Thüringen? Taubblinde Menschen sind oft isoliert - es fehlt an Begleitpersonen, Wohnerbringung, Personenkontakte.

Wir bedankten uns für den Vortrag bei Herrn Herz, Herrn Breitenstein, dem Gebärdensprachdolmetschern Herr Schulz und den Assistentinnen und Küchenhelfern.

Taktiltreff - Adventsfeier in Mühlhausen

Am 01.12.2009 trafen wir uns am Nachmittag in Mühlhausen. Wir gestalteten eine kleine Adventsfeier mit Kaffe und Kuchen und überreichten kleine Geschenke. Gemeinsam machten wir Kommunikationsaustausch und wiederholten "Lormen".

Die Zeit verging schnell, da es früh dunkel wurde.

Für das Jahr 2010 sind wieder Taktiltreffen geplant - wir werden auch Spielnachmittage durchführen.

Für die schönen, gemeinsamen Stunden bedankten sich alle.